Ich geb euch jetzt nen heißen Tipp! V.a. für alle Indie-Freunde. Ich fliege ja natürlich dummerweise am selben Tag in Urlaub und ärgere mich gerade ziemlich... Aber es nutzt ja nix, vielleicht geht ja jemand von euch Lesern. Dass das sehr unwahrscheinlich ist, ist mir auch klar, aber man kann ja nicht einfach die musikalische Mobilisierung der Massen aufgeben. Ich will auch euch ja nur bilden. Deswegen, am Dienstag, den 14.7.09, sollte, wer schöne Musik hören will, nach Heidelberg, genauer in den Karlstorbahnhof, strömen. (Kann man mehr Kommas in einen Satz packen?) Es spielen die Cold War Kids, die ich sehr empfehle!
Das neueste Lied gibt es in einem interaktiven Video zum selberzusammenbasteln: Klick
Doch schätze ich mich sehr glücklich, dass ich am selben Abend im Flieger in den Urlaub sitze! Was könnte schöner sein?
Thursday, July 9, 2009
Sunday, July 5, 2009
Southside 2009 Nachlese (2)
Also Samstag morgen. Gut, der Tag begann eigentlich erst nach der Aspirin und weiteren 2 Stunden Schlaf. Das schöne am kühlen und verregneten Wetter war, dass man immerhin immer zu jeder Zelt schlafen konnte ohne den Camper-Hitzetod zu sterben. Also gegen 12 stand ich nochmal auf um meinen morgendlichen Pflichten nachzukommen: Oropax rausnehmen, rumsitzen, akklimatisieren, essen suchen, Gaskocher anschmeißen, lecker Nudeln kochen, das erste Bier, die erste Zigarette und dann Martin anrufen. Im Vergleich zu vor 2 Jahren gab es doch tatsächlich relativ guten Empfang. D.h. man kam beim 5ten Mal auch mal durch und konnte telefonieren solange der Akku hält. Das war schön!
Der Samstag nachmittag war wiedermal von Regen geprägt und so kuschelten wir uns bald alle unter den Pavillons zusammen, denn es wurde recht frisch und eigentlich ziemlich eklig. Aber wozu gibts Alkohol... Die lustigen Kinder hatten so tolle Sachen wie Trichter mitgebracht und so war es irgendwann auch an mir Trichter zu trinken. So alt musste ich also werden um das mal zu probieren.
"Hast du das schonmal gemacht?" - "Nein." - "Weißt du wie es geht?" - "Naja...?!" - "Also du nimmst ihn in den Mund, wenn du soweit bist hebst du deinen Daumen und dann schlucken, schlucken, schlucken!" - "Öhm..."
Naturgemäß hatte ich keinerlei Probleme und so war der halbe Liter Bier in 15 Sekunden weg. Kicher... Gegrillt wurde übrigens nicht mehr, denn mein zickiger Grill lag in Einzelteilen am Boden verstreut *seufz* Diese Chaoskinder haben echt Zerstörungswut gehabt. Somit waren unsere ganzen Steaks umsonst eingekauft worden. *seufz* Diese Verschwendung.
Bandtechnisch war der Samstag mein absolutes Highlight und ich startete um 18 Uhr zu Gogol Bordello. Die hatte ich ja schonmal im Dezember mit Stefan, Kati und ihren Engländern in Mannheim gesehen und so war klar, dass die nur superspaßig werden konnten. Außerdem kannte ich ja mittlerweile die Lieder und so war es mir ein Fest eine Stunde lang am ersten Wellenbrecher rumzuspringen und mitzuskandieren was das Zeug hielt. Bei dem Konzert war ich mit Sophie 2, die jedoch in der Mitte rausgezogen und zu den Sanis verfrachtet wurde. Was solls, neben mit stand ein lustiges Paar und so hatten wir zu dritt unseren Spaß. Nach dem Konzert hab ich dann das Sophiekind abgeholt, die sich aufgeregt hat, dass man nur so klein wie sie sein muss und dann wird man immer rausgezogen. Gut, ich denk mir meinen Teil bzgl. mittäglichem Trichterkonsums etc... Aber die Hauptsache war, dass es ihr nicht wirklich schlecht ging und im Sanizelt wars wenigstens warm und die waren froh mal was zu tun zu haben. Da es nicht heiß war, sind wirklich wenig Menschen umgekippt und die lieben Sanis hatten eine recht ruhige Zeit.
Zurück zum Zeltplatz, nochn Bier, Tasche packen für den Abend (Rotwein) und später ging es dann mit Soph und Flo zu den Eagles of Death Metal. Yeah, there were quite a few mustaches out there and we had a hella lotta fun. Schade, dass Josh Homme nicht an den Drums saß. Den Mann hätte ich gern nochmal in all seiner markant männlichen Pracht bewundert *schwärm* Immernoch denke ich mit Verzückung an den QOTSA-Auftritt 2007 zurück, wo ich total entrückt schlafen ging und ich diesem Mann endgültig verfallen war. Nun gut, nichtsdestotrotz waren die EoDM superspaßig und es wurde schön tief langhingerockt. Alle Hits wie "Wanna be in LA", "Cherry Cola" und "Came To Make A Bang" wurden zelebriert. Daumen hoch. Flo und Soph wollten im Anschluss gleich noch Disturbed sehen, die ich aber nicht höre, weil es einfach nicht mein Stil ist, bzw. ich denen noch nie musikalisch über den Weg gelaufen bin. 2-3 Lieder habe ich ihnen dann die Chance gegeben, mich zu überzeugen, dass sie besser als Kings of Leon sind. Sie habens nicht geschafft, aber schlecht waren sie nicht - nur nicht meins. Also musste ich mich neuerdings separieren und wanderte allein mit meiner Bestechungsmaßnahme Rotwein zu den KoL. Dort suchte ich mir einen guten Platz und wartete, was für Menschen sich so in meine Nähe stellen. Als sich alles langsam füllte, wandte ich mich an 2 Herren meines fortgeschrittenen Alters und erklärte ihnen, dass ich allein unterwegs wär und Bespaßung bräuchte. Biete Rotwein und Zigaretten. Kurz schauten sie verdutzt, aber dann waren sie amüsiert einverstanden. "Ähm, wir gehen aber ca. ne halbe Stunde früher, weil wir zu NIN wollen!" - "Perfekt!" Die 2 waren dann auch wirklich tauglich, einer von ihnen war deutlich angehackt und somit lustig, der andere noch fähig zur Kommunikation und so war es eine gute Kombi. KoL haben eine große Bühnenshow aufgefahren und ich und der nüchternere Michi gingen abwechseln ab, weil er das 1. Album kannte und ich das 2. - Der betrunkene Froschi verstand währenddessen nur Bahnhof. Amüsant. Die KoL selber waren aber ziemlich abgeklärt und spielten ihre Lieder souverän, aber mit wenig Brillianz.
Und dann war es soweit: mein dritter NIN-Versuch. Mittlerweile habe ich die böse NIN-Phase ja etwas hinter mir gelassen aber trotzdem raste mein Blut sofort bei den ersten Takten wie damals. Was für eine schöne Erfahrung! Ich konnte jedes Lied immernoch recht flüssig mitschreieb/-singen und kam aber immer erst nach 2 Minuten drauf, was gespielt wurde. Und die Setlist konnte sich sehen lassen. Titel auszugsweise: Last, Burn, Reptile, Mr. Self-Destruct, Gave Up (als ältere Perlen) dazu ein paar neuere wie Survivalism und The Good Soldier und mit Non-Entity gab es noch eine ziemliche Perle. Was hab ich mich gefreut. So ein schönes Lied. Und dann war es 2 Uhr und das Konzert war vorbei. Ich war 90 Minuten nur am schreien und springen, wie ne Bekloppte, so schlimm wars nicht mal vor 2 Jahren gewesen :D
Oh, und dann plötzlich Zugabe. Bisher war ich ja noch nicht traurig gewesen, dass Hurt nicht an alter Stelle als 4-letztes Lied gespielt wurde. Nach den 2 Desastern in 2007 hatte ich keine Lust mehr. Und dann gab es doch Hurt als Zugabe! Und wie schön es war. Tränchen krochen aus meinen Augenwinkeln... Kurzum, ein sehr intensives Konzert, das ich für mich allein genießen konnte.
Die Quittung bekam ich am nächsten Tag, als ich irgendwie ziemlich müde war. Nicht nur im Kopf, sondern so überhaupt - total antriebslos. Als Soph und ich nachmittags bei den wirklich poppigen Ting Tings stand, merkte ich nur wie sich mein Körper so gar nicht mehr bewegen wollte. Schon stehen war irgendwie anstrengend. Wir packten dann schonmal die meisten Sachen ins Auto, da wir ja abends abreisen wollten. Hab ich schon erwähnt, wie lang der Fußmarsch zum Auto war?! Am Auto angekommen, hab ich mir dann doch mal wieder ein Bierchen aufgemacht. Als wir später die letzte Runde zum Auto brachten, dachte ich dann während des neuerlichen Marsches "Bah, ich bin so tot bis in die Knochen, eigentlich könnten wir auch gleich fahren." Dem Flo gings eh nicht so gut und er wollte am Auto bleiben, während Soph und ich noch die Abend-Konzerte anschauen wollten. Doch am Auto angekommen, fragte auch Soph vorsichtig, ob man nicht fahren wolle. Und nach einem Blick auf den Bandplan des Abends versicherten wir uns alle 5 Minuten lang, dass wir nicht mehr die Kraft und das Interesse hätten für Moby, Pixies und Faith No More (hab ich alle nie wirklich gehört) und fuhren dann noch vor 18 Uhr Richtung Heimat. So kam es, dass ich Sonntag abend schon halb 11 daheim war und gut in die nächste Woche starten konnte und ich habe es bis heute nicht bereut nur 2 von 3 Tagen wirklich gesehen zu haben.
Die Frage: nächstes Jahr nochmal Southside?
Antwort: Vielleicht gewinnen wir ja Tickets, dann schon. Und wenn überhaupt nur "erwachsen". D.h. in kleinerer Gruppe mit normalen Leuten und einem eindeutigen Fokus auf mehr Musik. Man wirds also abwarten.
Der Samstag nachmittag war wiedermal von Regen geprägt und so kuschelten wir uns bald alle unter den Pavillons zusammen, denn es wurde recht frisch und eigentlich ziemlich eklig. Aber wozu gibts Alkohol... Die lustigen Kinder hatten so tolle Sachen wie Trichter mitgebracht und so war es irgendwann auch an mir Trichter zu trinken. So alt musste ich also werden um das mal zu probieren.
"Hast du das schonmal gemacht?" - "Nein." - "Weißt du wie es geht?" - "Naja...?!" - "Also du nimmst ihn in den Mund, wenn du soweit bist hebst du deinen Daumen und dann schlucken, schlucken, schlucken!" - "Öhm..."
Naturgemäß hatte ich keinerlei Probleme und so war der halbe Liter Bier in 15 Sekunden weg. Kicher... Gegrillt wurde übrigens nicht mehr, denn mein zickiger Grill lag in Einzelteilen am Boden verstreut *seufz* Diese Chaoskinder haben echt Zerstörungswut gehabt. Somit waren unsere ganzen Steaks umsonst eingekauft worden. *seufz* Diese Verschwendung.
Bandtechnisch war der Samstag mein absolutes Highlight und ich startete um 18 Uhr zu Gogol Bordello. Die hatte ich ja schonmal im Dezember mit Stefan, Kati und ihren Engländern in Mannheim gesehen und so war klar, dass die nur superspaßig werden konnten. Außerdem kannte ich ja mittlerweile die Lieder und so war es mir ein Fest eine Stunde lang am ersten Wellenbrecher rumzuspringen und mitzuskandieren was das Zeug hielt. Bei dem Konzert war ich mit Sophie 2, die jedoch in der Mitte rausgezogen und zu den Sanis verfrachtet wurde. Was solls, neben mit stand ein lustiges Paar und so hatten wir zu dritt unseren Spaß. Nach dem Konzert hab ich dann das Sophiekind abgeholt, die sich aufgeregt hat, dass man nur so klein wie sie sein muss und dann wird man immer rausgezogen. Gut, ich denk mir meinen Teil bzgl. mittäglichem Trichterkonsums etc... Aber die Hauptsache war, dass es ihr nicht wirklich schlecht ging und im Sanizelt wars wenigstens warm und die waren froh mal was zu tun zu haben. Da es nicht heiß war, sind wirklich wenig Menschen umgekippt und die lieben Sanis hatten eine recht ruhige Zeit.
Zurück zum Zeltplatz, nochn Bier, Tasche packen für den Abend (Rotwein) und später ging es dann mit Soph und Flo zu den Eagles of Death Metal. Yeah, there were quite a few mustaches out there and we had a hella lotta fun. Schade, dass Josh Homme nicht an den Drums saß. Den Mann hätte ich gern nochmal in all seiner markant männlichen Pracht bewundert *schwärm* Immernoch denke ich mit Verzückung an den QOTSA-Auftritt 2007 zurück, wo ich total entrückt schlafen ging und ich diesem Mann endgültig verfallen war. Nun gut, nichtsdestotrotz waren die EoDM superspaßig und es wurde schön tief langhingerockt. Alle Hits wie "Wanna be in LA", "Cherry Cola" und "Came To Make A Bang" wurden zelebriert. Daumen hoch. Flo und Soph wollten im Anschluss gleich noch Disturbed sehen, die ich aber nicht höre, weil es einfach nicht mein Stil ist, bzw. ich denen noch nie musikalisch über den Weg gelaufen bin. 2-3 Lieder habe ich ihnen dann die Chance gegeben, mich zu überzeugen, dass sie besser als Kings of Leon sind. Sie habens nicht geschafft, aber schlecht waren sie nicht - nur nicht meins. Also musste ich mich neuerdings separieren und wanderte allein mit meiner Bestechungsmaßnahme Rotwein zu den KoL. Dort suchte ich mir einen guten Platz und wartete, was für Menschen sich so in meine Nähe stellen. Als sich alles langsam füllte, wandte ich mich an 2 Herren meines fortgeschrittenen Alters und erklärte ihnen, dass ich allein unterwegs wär und Bespaßung bräuchte. Biete Rotwein und Zigaretten. Kurz schauten sie verdutzt, aber dann waren sie amüsiert einverstanden. "Ähm, wir gehen aber ca. ne halbe Stunde früher, weil wir zu NIN wollen!" - "Perfekt!" Die 2 waren dann auch wirklich tauglich, einer von ihnen war deutlich angehackt und somit lustig, der andere noch fähig zur Kommunikation und so war es eine gute Kombi. KoL haben eine große Bühnenshow aufgefahren und ich und der nüchternere Michi gingen abwechseln ab, weil er das 1. Album kannte und ich das 2. - Der betrunkene Froschi verstand währenddessen nur Bahnhof. Amüsant. Die KoL selber waren aber ziemlich abgeklärt und spielten ihre Lieder souverän, aber mit wenig Brillianz.
Und dann war es soweit: mein dritter NIN-Versuch. Mittlerweile habe ich die böse NIN-Phase ja etwas hinter mir gelassen aber trotzdem raste mein Blut sofort bei den ersten Takten wie damals. Was für eine schöne Erfahrung! Ich konnte jedes Lied immernoch recht flüssig mitschreieb/-singen und kam aber immer erst nach 2 Minuten drauf, was gespielt wurde. Und die Setlist konnte sich sehen lassen. Titel auszugsweise: Last, Burn, Reptile, Mr. Self-Destruct, Gave Up (als ältere Perlen) dazu ein paar neuere wie Survivalism und The Good Soldier und mit Non-Entity gab es noch eine ziemliche Perle. Was hab ich mich gefreut. So ein schönes Lied. Und dann war es 2 Uhr und das Konzert war vorbei. Ich war 90 Minuten nur am schreien und springen, wie ne Bekloppte, so schlimm wars nicht mal vor 2 Jahren gewesen :D
Oh, und dann plötzlich Zugabe. Bisher war ich ja noch nicht traurig gewesen, dass Hurt nicht an alter Stelle als 4-letztes Lied gespielt wurde. Nach den 2 Desastern in 2007 hatte ich keine Lust mehr. Und dann gab es doch Hurt als Zugabe! Und wie schön es war. Tränchen krochen aus meinen Augenwinkeln... Kurzum, ein sehr intensives Konzert, das ich für mich allein genießen konnte.
Die Quittung bekam ich am nächsten Tag, als ich irgendwie ziemlich müde war. Nicht nur im Kopf, sondern so überhaupt - total antriebslos. Als Soph und ich nachmittags bei den wirklich poppigen Ting Tings stand, merkte ich nur wie sich mein Körper so gar nicht mehr bewegen wollte. Schon stehen war irgendwie anstrengend. Wir packten dann schonmal die meisten Sachen ins Auto, da wir ja abends abreisen wollten. Hab ich schon erwähnt, wie lang der Fußmarsch zum Auto war?! Am Auto angekommen, hab ich mir dann doch mal wieder ein Bierchen aufgemacht. Als wir später die letzte Runde zum Auto brachten, dachte ich dann während des neuerlichen Marsches "Bah, ich bin so tot bis in die Knochen, eigentlich könnten wir auch gleich fahren." Dem Flo gings eh nicht so gut und er wollte am Auto bleiben, während Soph und ich noch die Abend-Konzerte anschauen wollten. Doch am Auto angekommen, fragte auch Soph vorsichtig, ob man nicht fahren wolle. Und nach einem Blick auf den Bandplan des Abends versicherten wir uns alle 5 Minuten lang, dass wir nicht mehr die Kraft und das Interesse hätten für Moby, Pixies und Faith No More (hab ich alle nie wirklich gehört) und fuhren dann noch vor 18 Uhr Richtung Heimat. So kam es, dass ich Sonntag abend schon halb 11 daheim war und gut in die nächste Woche starten konnte und ich habe es bis heute nicht bereut nur 2 von 3 Tagen wirklich gesehen zu haben.
Die Frage: nächstes Jahr nochmal Southside?
Antwort: Vielleicht gewinnen wir ja Tickets, dann schon. Und wenn überhaupt nur "erwachsen". D.h. in kleinerer Gruppe mit normalen Leuten und einem eindeutigen Fokus auf mehr Musik. Man wirds also abwarten.
Friday, July 3, 2009
Friday, June 26, 2009
Für Festivallaune
Dieses WE findet Europe's biggest Festival in Glastonbury statt. Ich empfehle den Live-Stream von BBC 6 Music
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Der Southside-Bericht wird demnächst fortgesetzt....
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Der Southside-Bericht wird demnächst fortgesetzt....
Tuesday, June 23, 2009
Southside 2009 Nachlese
"Alla alla alla alla alla...!!!"
So lautete der Schlachtruf beim diesjährigen Festival und wenn man das mal 20mal in voller Lautstärke ruft und viele viele postpubertäre Jungerwachsene antworten, dann kann man sich vorstellen, wie sich meine Ohren und Stimmbänder gestern noch angefühlt haben. Es ist ja faszinierend, was ein Festival mit Abiturienten oder Jungstudenten anstellt. Auch kein Wunder, dass es ein Stück weit auf mich (die Alterspräsidentin - buh!), Soph und Flo abgefärbt hat. Das kommt davon. Ich habe irgendwann mal durchgezählt und ich weiß trotzdem nicht, wie groß unsere Gruppe im Endeffekt war. Wir hatten 17 Zelte und ich schätze mal 25-30 Menschen (alles Pfälzer Dorfkinder). Dementsprechend war immer was geboten! Dementsprechend vermüllt war auch unser Zeltplatz. Fotos habe ich noch nicht, womöglich werde ich aber noch welche einfügen, sobald ich sie habe.
Zum Ablauf...
Wir sind am Donnerstag gegen 11 in Flomersheim gestartet und dann in mehreren Etappen und einem längeren Aufenthalt in Herxheim zum umladen und auf die Kolonne warten gegen 14 Uhr endgültig losgefahren. Unterwegs gabs 2mal Unfälle direkt vor uns, nix dramatisches, aber trotzdem waren wir froh größeren Staus entkommen zu sein. Gegen 17 Uhr waren wir auf dem Parkplatz, natürlich selbigem, der am weitesten vom Eingang und vom Wunschzeltplatz entfernt war. Im Vergleich zu 2007 war das doch nochmal ein gutes Stück weiter und viel anstrengender. Aber auf wundersame Weise - denn es dauerte eine halbe Ewigkeit diese ganzen vielen Menschen einzuchecken - haben wir es tatsächlich geschafft unseren Wunschplatz auf dem Campinggelände zu ergattern. Statistiken besagen, dass 30.000 Menschen schon am Do. anreisten und die kamen gefühlt alle gleichzeitig mit oder vor uns an, so dass es schon überall sehr voll war. Und wir mussten ja einen Platz für gaaaanz viele Zelte sichern. Und 2 Pavillions. Und wir haben es tatsächlich geschafft!!! Das Gute ist, dass ich an den folgenden Tagen ab 12 Uhr jede Band auch vom Zelt aus hören konnte, was ich zwischendurch wirklich sehr sehr gut fand. Man ist ja faul. Der Freitag abend endete in einer elendigen Schlepptour der Getränke und Konserven mit Flo und einer femistischen Zickerei am Grill. Denn die Herren der Schöpfung schafften es nicht, den in Gang zu bringen und alle hatten Hunger und waren fertig. Tagsüber war es warm gewesen, alle waren lange unterwegs und es war 23 Uhr. Und kein Essen. Ich glaub gegen 1 Uhr nachts hatten wir es geschafft und es gab auch mal was zu knabbern. Und nachdem wir uns dann alle mal ordentlich angezickt hatten, war es in den nächsten Tagen auch deutlich entspannter in der Gruppe. Gruppenpsychologisch und testosteronbedingt sehr interessant. Ich bin wohl doch zu alt um mir noch was sagen zu lassen.
Ich hatte auch noch einen Schläfer im Prinzessinnenzelt. Gutmütig wie ich bin, hatte ich sofort eingewilligt als einer der Jungs noch einen Schlafplatz brauchte. Ich glaube nach meiner Zickerei am Grill, hatte er aber doch viel Respekt vor mir. Was insofern gut war, dass ich erstmal Angst hatte, als jemand sagte: "Aber André, halt diesmal die Finger still, wir kennen dich ja!" Oder so in der Art... Also, wir haben 3 Nächte das Zelt geteilt und bestimmt insgesamt nicht mehr als 10 Sätze geredet. Schüchternes Kerlchen.
Gut, Freitag ging es dann ruhig los. Der Grill ging dank mehr Wind viel besser, das gute französische Bier (kein verschwendeter, da weggeworfener Pfand!) schmeckte sehr gut, die Laune war gut. Vor allem dank folgendem Lied, dass ich als erstes morgens gegen 6 trotz Oropax vernahm: Nana Spitzensong! Quasi unser diesjähriger "Ruby!"-Ersatz, auch wenn ich es nur einmal gehört hab. Es bleibt total als Ohrenworm hängen.
Gegen 4 ging es dann endlich auf zur ersten Band: Lily Allen! Ja und da hatten Soph und ich ja viel Spaß und unser Verlangen nach Britishness wurde gestillt. Die ist einfach cool und putzig und so herrlich englisch. Mal ein Video hier Später gab es noch The Asteroid Galaxy Tour im Zelt. Die Zeltbühne war vor 2 Jahren ja tragisch eingestürzt und so war auch das eine Premiere für mich. Und wenn es draußen nieselt und kalt ist, ist die Zeltbühne eine super Alternative, was sicher auch die eher kleinen Bands freut, die diesen Platz gewöhnlich bespielen. Die Band war gut, die Sängering sehr gut und das Konzert war gut. Kann man sich wieder anschauen!
Danach zog ich mit einem Herren mit sehr schönen Haaren übers Festivalgelände und fröhnte lustig weiter dem Rotweineuter. Dann gab es zwischendurch noch nen Happen zu essen (indisch, das auf englisch verkauft wurde, also sehr stilecht) und wir schauten uns Ben Harper and the Relentless 7 an, doch ich verabschiedete mich bald um Die Ärzte zu sehen. Ja nd zu den Ärzten muss man ja nix sagen, die sind einfach lustig und machen viel Spaß. Außerdem wurden viele alte Songs gespielt wie "Ist das alles" und "Mach die Augen zu". Das fand ich toll. Schade war, dass ich ganz allein bei den Ärzten stand, denn einmal verabschiedet, findet man ja niemanden wieder bei 50.000 Menschen. Als ich dann 22 Uhr rüberschlenderte zu Nick Cave and the Bad Seeds, habe ich die Taktik beschlossen fremde Menschen anzuquatschen und mit Rotwein zu bestechen und das war sehr gut. So stand ich bei Nick Cave also mit 4 etwas älteren Männern beisammen und dann kam noch ein lustiges Pärchen dazu und es war ein super Konzert, bei dem ich mich nicht allein fühlte und die Musik und vor allem die teuflisch gute Ausstrahlung von Nick Cave genossen habe. So hoppelte ich also 1,5 Stunden bei Nick Cave rum, wobei der Sound beim schönsten "Ship Song" ausfiel und ich kurz davor war meiner Müdigkeit nachzugeben und zu gehen, aber dann gings doch recht schnell wieder weiter und die Müdigkeit wich dem weiteren Rotweingenuss. Nick Cave ist also weniger mein Ding auf CD (find ich okay, aber nicht besonders spannend), jedoch sehr sehenswert live. Um jemandem vom guardian-Blog zu zitieren: "The man oozes cool from every pore and has in my opinion one of the most electrifying live performances you'll ever have the privilege to see/hear."
So lang wurde der Abend für mich dann auch nicht mehr, ein Ausflug zum Hygienezelt fürs Zähneputzen und dann ins Bett.
Sodann wachte ich morgens um 9 mit dringenden Bedürfnissen auf und musste mir natürlich erstmal ne Aspirin einwerfen. Der Rotwein war doch nicht so ganz sauber...
[später wird weitergebloggt]
So lautete der Schlachtruf beim diesjährigen Festival und wenn man das mal 20mal in voller Lautstärke ruft und viele viele postpubertäre Jungerwachsene antworten, dann kann man sich vorstellen, wie sich meine Ohren und Stimmbänder gestern noch angefühlt haben. Es ist ja faszinierend, was ein Festival mit Abiturienten oder Jungstudenten anstellt. Auch kein Wunder, dass es ein Stück weit auf mich (die Alterspräsidentin - buh!), Soph und Flo abgefärbt hat. Das kommt davon. Ich habe irgendwann mal durchgezählt und ich weiß trotzdem nicht, wie groß unsere Gruppe im Endeffekt war. Wir hatten 17 Zelte und ich schätze mal 25-30 Menschen (alles Pfälzer Dorfkinder). Dementsprechend war immer was geboten! Dementsprechend vermüllt war auch unser Zeltplatz. Fotos habe ich noch nicht, womöglich werde ich aber noch welche einfügen, sobald ich sie habe.
Zum Ablauf...
Wir sind am Donnerstag gegen 11 in Flomersheim gestartet und dann in mehreren Etappen und einem längeren Aufenthalt in Herxheim zum umladen und auf die Kolonne warten gegen 14 Uhr endgültig losgefahren. Unterwegs gabs 2mal Unfälle direkt vor uns, nix dramatisches, aber trotzdem waren wir froh größeren Staus entkommen zu sein. Gegen 17 Uhr waren wir auf dem Parkplatz, natürlich selbigem, der am weitesten vom Eingang und vom Wunschzeltplatz entfernt war. Im Vergleich zu 2007 war das doch nochmal ein gutes Stück weiter und viel anstrengender. Aber auf wundersame Weise - denn es dauerte eine halbe Ewigkeit diese ganzen vielen Menschen einzuchecken - haben wir es tatsächlich geschafft unseren Wunschplatz auf dem Campinggelände zu ergattern. Statistiken besagen, dass 30.000 Menschen schon am Do. anreisten und die kamen gefühlt alle gleichzeitig mit oder vor uns an, so dass es schon überall sehr voll war. Und wir mussten ja einen Platz für gaaaanz viele Zelte sichern. Und 2 Pavillions. Und wir haben es tatsächlich geschafft!!! Das Gute ist, dass ich an den folgenden Tagen ab 12 Uhr jede Band auch vom Zelt aus hören konnte, was ich zwischendurch wirklich sehr sehr gut fand. Man ist ja faul. Der Freitag abend endete in einer elendigen Schlepptour der Getränke und Konserven mit Flo und einer femistischen Zickerei am Grill. Denn die Herren der Schöpfung schafften es nicht, den in Gang zu bringen und alle hatten Hunger und waren fertig. Tagsüber war es warm gewesen, alle waren lange unterwegs und es war 23 Uhr. Und kein Essen. Ich glaub gegen 1 Uhr nachts hatten wir es geschafft und es gab auch mal was zu knabbern. Und nachdem wir uns dann alle mal ordentlich angezickt hatten, war es in den nächsten Tagen auch deutlich entspannter in der Gruppe. Gruppenpsychologisch und testosteronbedingt sehr interessant. Ich bin wohl doch zu alt um mir noch was sagen zu lassen.
Ich hatte auch noch einen Schläfer im Prinzessinnenzelt. Gutmütig wie ich bin, hatte ich sofort eingewilligt als einer der Jungs noch einen Schlafplatz brauchte. Ich glaube nach meiner Zickerei am Grill, hatte er aber doch viel Respekt vor mir. Was insofern gut war, dass ich erstmal Angst hatte, als jemand sagte: "Aber André, halt diesmal die Finger still, wir kennen dich ja!" Oder so in der Art... Also, wir haben 3 Nächte das Zelt geteilt und bestimmt insgesamt nicht mehr als 10 Sätze geredet. Schüchternes Kerlchen.
Gut, Freitag ging es dann ruhig los. Der Grill ging dank mehr Wind viel besser, das gute französische Bier (kein verschwendeter, da weggeworfener Pfand!) schmeckte sehr gut, die Laune war gut. Vor allem dank folgendem Lied, dass ich als erstes morgens gegen 6 trotz Oropax vernahm: Nana Spitzensong! Quasi unser diesjähriger "Ruby!"-Ersatz, auch wenn ich es nur einmal gehört hab. Es bleibt total als Ohrenworm hängen.
Gegen 4 ging es dann endlich auf zur ersten Band: Lily Allen! Ja und da hatten Soph und ich ja viel Spaß und unser Verlangen nach Britishness wurde gestillt. Die ist einfach cool und putzig und so herrlich englisch. Mal ein Video hier Später gab es noch The Asteroid Galaxy Tour im Zelt. Die Zeltbühne war vor 2 Jahren ja tragisch eingestürzt und so war auch das eine Premiere für mich. Und wenn es draußen nieselt und kalt ist, ist die Zeltbühne eine super Alternative, was sicher auch die eher kleinen Bands freut, die diesen Platz gewöhnlich bespielen. Die Band war gut, die Sängering sehr gut und das Konzert war gut. Kann man sich wieder anschauen!
Danach zog ich mit einem Herren mit sehr schönen Haaren übers Festivalgelände und fröhnte lustig weiter dem Rotweineuter. Dann gab es zwischendurch noch nen Happen zu essen (indisch, das auf englisch verkauft wurde, also sehr stilecht) und wir schauten uns Ben Harper and the Relentless 7 an, doch ich verabschiedete mich bald um Die Ärzte zu sehen. Ja nd zu den Ärzten muss man ja nix sagen, die sind einfach lustig und machen viel Spaß. Außerdem wurden viele alte Songs gespielt wie "Ist das alles" und "Mach die Augen zu". Das fand ich toll. Schade war, dass ich ganz allein bei den Ärzten stand, denn einmal verabschiedet, findet man ja niemanden wieder bei 50.000 Menschen. Als ich dann 22 Uhr rüberschlenderte zu Nick Cave and the Bad Seeds, habe ich die Taktik beschlossen fremde Menschen anzuquatschen und mit Rotwein zu bestechen und das war sehr gut. So stand ich bei Nick Cave also mit 4 etwas älteren Männern beisammen und dann kam noch ein lustiges Pärchen dazu und es war ein super Konzert, bei dem ich mich nicht allein fühlte und die Musik und vor allem die teuflisch gute Ausstrahlung von Nick Cave genossen habe. So hoppelte ich also 1,5 Stunden bei Nick Cave rum, wobei der Sound beim schönsten "Ship Song" ausfiel und ich kurz davor war meiner Müdigkeit nachzugeben und zu gehen, aber dann gings doch recht schnell wieder weiter und die Müdigkeit wich dem weiteren Rotweingenuss. Nick Cave ist also weniger mein Ding auf CD (find ich okay, aber nicht besonders spannend), jedoch sehr sehenswert live. Um jemandem vom guardian-Blog zu zitieren: "The man oozes cool from every pore and has in my opinion one of the most electrifying live performances you'll ever have the privilege to see/hear."
So lang wurde der Abend für mich dann auch nicht mehr, ein Ausflug zum Hygienezelt fürs Zähneputzen und dann ins Bett.
Sodann wachte ich morgens um 9 mit dringenden Bedürfnissen auf und musste mir natürlich erstmal ne Aspirin einwerfen. Der Rotwein war doch nicht so ganz sauber...
[später wird weitergebloggt]
Tuesday, June 16, 2009
Hat jemand Interesse?
1. an 2 Southside-Tickets?
2. an einer Ferienbetreuung in einem christlichen Camp in Südfrankreich im Juli?
2. an einer Ferienbetreuung in einem christlichen Camp in Südfrankreich im Juli?
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